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Kompetenz in Urgetreide

emmer

EMMER (lat. Triticum dicoccum) – Das kernige Urgetreide!

Nachdem er lange in Vergessenheit geraten war, findet der Emmer in jüngster Zeit wieder Beachtung. Zu Recht! Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich auch dieses Urgetreide hervorragend im biologischen Landbau bewährt. Emmer kann sowohl im Herbst als auch im Frühjahr ausgesät werden, ist robust und in etwa so ertragreich wie Dinkel.

Genetisch ist Emmer eine sehr alte, bespelzte Weizenform, da er nur das A und B Genom (tetraploid, 28 Chromosomen) aufweist. Morphologisch kann er sehr verschieden sein: es gibt Emmer-Sorten mit schwarzen, hellgelben oder bräunlichen Ähren – deren Körner sich aber nicht systematisch unterscheiden.

Der Anbau hat seinen geschichtlichen Ursprung in der Region des „Fruchtbaren Halbmondes“. Erste Funde sollen ca. 10.00 Jahre alt sein. Bis zur Bronzezeit verbreitete sich der Emmer über ganz Europa und den Nahen Osten. Im Altertum war Emmer daher in Griechenland und im Zweistromland von großer Bedeutung. Seine Hochphase und größte wirtschaftliche Relevanz erreichte er aber wohl in Ägypten – so könnte man Triticum dicoccum als das „Getreide der Pharaonen“ bezeichnen. Mit der Römerzeit und im Laufe des Mittelalters ging der Anbau zurück. Bei den Ägyptern und Römern wurde Emmer v.a. zur Herstellung von Brei und Bier genutzt. Die zunehmende Beliebtheit von Brot war einer der Gründe, warum der Weichweizen den Emmer verdrängte.

Da der Emmer bei der Verarbeitung etwas dem Hartweizen ähnelt, eignet er sich bestens zur Nudelproduktion. Das ist besonders in Italien nie in Vergessenheit geraten, wo der Begriff „Farro“ zwar sowohl für Dinkel als auch für Emmer verwendet wird. „Farro“-Teigwaren sind in Italien aber i.d.R. aus Emmer hergestellt. Geschmacklich ist der Emmer durchaus eigenständig, was besonders beim Brotbacken deutlich hervortritt. Das sehr aromatische, leicht graue Brot überzeugt als kulinarische Spezialität. Auch als „Reis“ (poliertes Getreide) eignet sich Tr. dicoccum und findet sich v.a. in Italien in Suppen oder Salaten. Im Unterschied zu Dinkel- oder Einkorn-„Reis“ bleibt der Emmer bissfester und hat ein kernigeres, kräftigeres Aroma. In Deutschland und Italien nutzen Spezialbrauereien Emmer-Malz auch wieder zur Bierherstellung.

Unsere Emmer-Produkte:

  • Bio Emmer geschält, Reinheit 98 %, zur Vermahlung / Mehlherstellung. Abpackung: lose oder in Big Bags.
  • Bio Emmer geschält und poliert, Reinheit 99,8 %, zum Kochen „wie Reis“. Abpackung: 25 kg Säcke oder Big Bags.